Matthew Dear - Beams (RV)
Der Sound den Matthew Dear in seinem Longplayer “Beams” bringt, bewegt sich wohl irgendwo zwischen Indie und Electro. Klingt jetzt sicher beim ersten Lesen ein wenig trashig - zumal sein anderes Alias Audion vermutlich etwas geläufiger ist und man damit ein völlig anderen Sound im Ohr hat - ist es aber auf keinen Fall. Anders als man es mittlerweile gewohnt ist, gibt es zwischen den Tracks keine Zwischenspiele und auch sonst gehen die Tracks nicht nahtlos ineinander über. Dennoch kann das Album vor allem durch die Komposition glänzen. Gerade zu einer Zeit, in der der Sommer in Deutschland - - sagen wir mal eher schleppend - in Gang kommt, vermittelt “Beams” so etwas wie Sommerfeeling. Die Titel gehen eher flott voran und versinken nicht in regnerischer Melancholie. Einziger Kritikpunkt vielleicht; Die Songs einfach binnen 15 Sekunden ausblenden geht gar nicht, da hätten die Titel ein würdigeren Abgang verdient. So hat es nach dem ein oder anderen Stück manchmal den Eindruck, dass der gute Matthew ein wenig gehetzt war. So nach dem Motto:“Hmm Mist, ich brauch noch einen Titel. OK 3 Minuten im Kasten. Schnell die Fader runter. Ich brauch aber noch einen …”
Erschienen ist das Album übrigens auf Ghostly International, im folgenden wie immer der Link zum Kauf und ‘ne Hörprobe in Form des Opener Songs “Her Fantasy”.

